Wissenschaft

Rückblick auf die Absolvent:innenfeiern der Uni-DUE

Ein nostalgischer Blick auf die Absolvent:innenfeiern an der Uni-DUE. Erinnerungen, Traditionen und die Entwicklung des akademischen Lebens werden reflektiert.

vonNina Hoffmann30. Juni 20263 Min Lesezeit

Die Entwicklung der Absolvent:innenfeiern an der Uni-DUE

Die Absolvent:innenfeiern an der Universität Duisburg-Essen sind nicht einfach nur feierliche Zeremonien zur Übergabe von Diplomen. Sie sind Gelegenheiten, die Gemeinschaft zu feiern, die durch Jahre des Lernens und der persönlichen Entwicklung geprägt wurde. Die erste Absolvent:innenfeier der Uni-DUE war ein bescheidenes Ereignis, das in einem kleinen Auditorium stattfand, und an dem vor allem Dozenten und die engsten Angehörigen der Absolvent:innen teilnahmen. Kaffee und Kuchen waren das Nonplusultra des kulinarischen Angebots.

Mit den Jahren hat sich die Atmosphäre jedoch erheblich gewandelt. Die Feierlichkeiten wurden größer, bunter und aufwendiger. Wo einst die Zeremonie in einem schlichten Rahmen stattfand, glänzt der aktuelle Jahrgang mit Veranstaltungen in festlich dekorierten Hallen, an denen oft Hundert oder gar Tausende von Gästen teilnehmen. Die Dozierenden, die früher schüchtern an ihren Reden festhielten, präsentieren nun mehrheitlich emotional gefärbte Ansprachen, die den Lebensweg der Absolvent:innen durchleuchten und das Auditorium zum Schmunzeln bringen.

Der Einfluss der digitalen Welt auf die Feiern

Eine der bedeutendsten Veränderungen in den letzten Jahren war die Einführung digitaler Elemente. Während früher die Zeremonien ausschließlich vor Ort stattfanden, ermöglichen Live-Streams und Online-Übertragungen nun auch denjenigen, die aus verschiedenen Gründen nicht anwesend sein können, die Feier in Echtzeit zu verfolgen. Selbst Menschen, die am anderen Ende der Welt sitzen, können so Teil des großen Moments werden. Diese Digitalisierung bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Wie offenbart man Emotionen über einen Bildschirm? Der persönliche Kontakt geht verloren, doch der Versuch, Tränen und Freude durch die Linse festzuhalten, ist ein ohnehin ambitioniertes Unterfangen.

Eine Anekdote, die durch die sozialen Medien einen ganz eigenen Geschmack annahm, war die Geschichte eines Absolventen, der per Zoom seine Mutter an der Zeremonie teilnehmen ließ und damit zur unfreiwilligen Berühmtheit wurde. Wie oft kann man schon die eigene Mutter beim Tragen der Doktorhut-Kappe auf dem Bildschirm sehen? Es entfaltet sich ein neues Narrativ von Erinnerungen, das die Absolvent:innenfeiern bereichert, jedoch gleichzeitig die Frage aufwirft, wie viel "echt" oder "virtuell" und wie viel "Erinnerung" tatsächlich in einem solchen Moment steckt.

Traditionen und Erinnerungen

Ein unveränderlicher Teil der Absolvent:innenfeiern bleibt die Reinheit der traditionellen Rituale. Die Übergabe der Diplome wird von einer feierlichen Musik untermalt, während die Absolvent:innen mit Stolz ihrem Weg zur Bühne folgen. Wenn es um die Symbolik des Huts und der Roben geht, wirkt die Feier weniger wie der Abschluss eines Kapitels, sondern mehr wie der Start zu neuen Abenteuern. Highlight jeder Zeremonie ist oft der Auftritt des besten Absolventen, der mit seiner Rede die Herzen der Anwesenden gewinnt.

Doch auch diese Tradition hat sich gewandelt. Was früher vielleicht ein reines Bekenntnis zur Uni-DUE war, wird nun oft von persönlichen Geschichten und Erzählungen über soziale Herausforderungen, Diversität und Inklusion begleitet. An der Uni-DUE, wo Vielfalt seit jeher einen hohen Stellenwert hat, spiegeln die Reden eine Entwicklung wider, die in der akademischen Welt nicht mehr wegzudenken ist.

Ein ungewisser Ausblick

Die Absolvent:innenfeiern der Uni-DUE sind ein faszinierender Mikrokosmos, der die Evolution der Bildung und der damit verbundenen Werte demonstriert. Von bescheidenen Anfängen zu opulenten Feiern und der Einführung digitaler Elemente – die Entwicklungen sind vielschichtig und laden zur Reflexion ein.

Und während die Institution sich an die dynamischen Veränderungen des Zeitgeists anpasst, bleibt die grundlegende Frage: Wie möchten zukünftige Absolvent:innen ihre Erfolge feiern? Wird der persönliche Kontakt, das Gefühl der Gemeinschaft, im digitalen Zeitalter verdrängt oder findet sich eine Balance zwischen Tradition und Innovation?

Verwandte Beiträge

Auch interessant